Geschichtsunterricht in englischer Sprache
Seit dem Schuljahr 1999/2000 gehört am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode
der Geschichtsunterricht in englischer Sprache in einer Klasse je Klassenstufe
der Sekundarstufe I zum Schulalltag. Was heißt es, in einer bilingualen
Klasse zu lernen?
Die Schülerinnen und Schüler werden in den Klassen 5 und 6 durch verstärkten
Englischunterricht (sieben Wochenstunden) sprachlich so vorbereitet, dass sie
ab dem siebenten Schuljahr den Geschichtsunterricht auf Englisch durchführen
können. Dabei haben sie eine Geschichtsstunde pro Woche zusätzlich.
Durch umfangreiche Vokabelhilfen und vielseitigen Einsatz von Lehrmaterialien
werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, geschichtliche
Ereignisse und Entwicklungen zu erfassen und in ihren Zusammenhängen zu
verstehen.
Schüler, die seit mehreren Jahren an diesem Unterricht teilnehmen, bestätigen
das. Richard Grohs aus der Klasse 8a stellt fest, dass der bilinguale Unterricht
fordernd, anspruchsvoll, abwechslungsreich und interessant ist, wobei Fachbegriffe
auf Englisch gelernt und historische Quellen in der Fremdsprache gelesen werden
und dadurch das Verständnis und die Anwendung der englischen Sprache erweitert
wird. Außerdem empfiehlt er denjenigen, die sich für Fremdsprachen
und Geschichte interessieren, sich für dieses Angebot zu entscheiden. Marie
Sinnecker aus der Klasse 10a kann diese Meinung bestätigen und betont darüber
hinaus, dass dieser Unterricht ihr geholfen hat, ihr fremdsprachliches Vokabular
so zu vergrößern, dass es ihr leichter fällt, die englische
Sprache auch außerhalb des Geschichtsunterrichts anzuwenden.
Somit bildet die Teilnahme am bilingualen Unterricht die Möglichkeit, Geschichts-
und Fremdsprachenunterricht zu verbinden.
Für eventuelle Rückfragen stehen die unterrichtenden Fachlehrer zur
Verfügung.

Ringvorlesung zu
historischen Themen und Fragestellungen
Abschluss der Ringvorlesung „GHG – akademisch“ am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode und Ausblick für das neue Schuljahr
Am Donnerstag, 14. Mai 2009, fand die für dieses Schuljahr letzte Vorlesung in der Reihe „GHG – akademisch“ für Schüler und Freunde des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums sowie alle Interessierten in der Aula statt. Vor ca. 150 Zuhörern gelang es Prof. Dr. Konrad Breitenborn in einer sehr spannenden Vorlesung die Ereignisse in Wernigerode um den 17. Juni 1953 deutlich werden zu lassen. Mit so noch nicht in der Öffentlichkeit präsentierten neuen Erkenntnissen zu dieser Zeit ließ er die Anwesenden schon einen Einblick in sein demnächst erscheinendes Buch „Tage zwischen Hoffnung und Angst. Der 17. Juni 1953 im Kreis Wernigerode“ nehmen. Nicht nur mit bisher unveröffentlichten Fotos und Dokumenten zog er die Anwesenden in den Bann. Für die Schüler und Besucher gleichermaßen überraschend ist es ihm gelungen, damalige Akteure zu der Veranstaltung einzuladen. So waren am damaligen Aufstand Beteiligte ebenso anwesend wie ein ehemaliger Schüler unseres Gymnasiums der im Jahr 1953 die 11. Klasse besuchte und verhaftet wurde, da er die damaligen Ereignisse fotografiert hatte.
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Nach der Auftaktvorle- sung„GHG-akademisch“ im letzten Herbst zum Thema „Die Erfindung der deutschen Nation“ durch D. Gärtner gewährte Dr. Lagatz ein Einblick in die Touris-musgeschichte der Region. Mit Prof. Willingmann und seiner Vorlesung zu Juristen und der Jurisdiktion im so genannten „Dritten Reich“ wurde ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte bearbeitet. Der Zirkel der Ringvorlesung führte dann über die Ausführungen zur Staatssicherheit in Wernigerode durch J. Stoye, den Leiter der BSTU Magdeburg, zum Vortrag Prof. Breitenborns über den Volksaufstand um den 17. Juni 1953 in Wernigerode. In seinem Dank an den Vortragenden verwies Dirk Gärtner darauf, dass im neuen Schuljahre die Ringvorlesung in die nächste Runde gehen werde.
So, wie Prof. Breitenborn in seiner Schlussbemerkung hervorhob, blieben die zentralen Forderungen des 17. Juni 1953 in den Köpfen aller Beteiligten verhaftet und sollten erst im Herbst 1989 wieder an die Oberfläche kommen und sich im Jahr 1990 mit der deutschen Einheit vollenden. Diesen Zeitraum will eine Vorlesung im neuen Schuljahr aufgreifen und die Entwicklungen des Herbstes 1989 in Wernigerode betrachten. Selbstverständlich werden weitere hochkarätige Referenten spannende historische Themen der Schülerschaft des GHG vortragen. Denn neben der inhaltlichen Erkenntnis und Bildung für alle Beteiligten sollen gerade die Klassen der Oberstufe mit dem Angebot der Ringvorlesung auf das sie erwartende Studium vorbereitet werden.
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Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode möchte sich bei allen Referenten für ihre Mühe und die interessanten sowie spannenden Vorlesungen bedanken. Schon heute möchten wir Schüler und Freunde unserer Schule sowie alle Interessierten herzlich zur nächsten Reihe der Ringvorlesung „GHG – akademisch“ im Schuljahr 2009/2010 einladen.
D. Gärtner, M.A.
FSL Geschichte des GHG
Schülerinnen und Schüler besuchen Friedrich-Ebert-Ausstellung an der Hochschule Harz „Einen großen Politiker auch als Mensch begreifen“ Am Donnerstag, dem 4. November, erlebten die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode ihren Geschichtsunterricht einmal anders. Das Klassenzimmer wurde auf den Hochschulcampus verlegt, wo die Wanderausstellung „Friedrich Ebert 1871-1925. Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“ eine bedeutende Person deutscher Geschichte lebendig und greifbar macht. „Es freut mich, dass das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium als erste Schule das Angebot wahrnimmt, diese eindrucksvolle Wanderausstellung in den Oberstufenunterricht über die Weimarer Republik zu integrieren“, begrüßte Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann Schülerinnen und Schüler sowie ihren Fachlehrer Dirk Gärtner, M.A., in der „Papierfabrik“ auf dem Wernigeröder Campus. Zwischen Hochschule und Gymnasium bestehen seit langem enge Verbindungen, die Schule gehörte zu den ersten Kooperationspartnern und ist durch Frühstudierendenprogramm, Lehrkräfteaustausch und zahlreiche wechselseitige Aktivitäten in das Hochschulleben eingebunden. Dirk Gärtner, M.A., Lehrer am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium für Geschichte sowie Sport und an der Hochschule Harz als Referent in Kinder- und GenerationenHochschule sowie als Dozent für wissenschaftliches Arbeiten bekannt, möchte seinen Schülern die Vergangenheit anhand von Exponaten und Originalbildern aus der Zeit der Weimarer Republik näher bringen und zugleich „ein Gespür für Geschichte“ wecken. „Die Ausstellung ist sehr detailliert aber auch übersichtlich gestaltet. Damit wird der Geschichtsunterricht lebendiger“, meint Sophia Angelov (18), Schülerin der zwölften Klasse, Daniel Schließburg (17), ebenfalls kurz vor dem Abitur, ergänzt: „Diese Art von Ausstellung bietet die Möglichkeit, Politiker allgemein und speziell Friedrich Ebert auch als Privatmensch zu begreifen.“ Die Wanderausstellung „Friedrich Ebert 1871-1925. Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten.“ kann noch bis zum 26. November 2010 in der „Papierfabrik“ (Haus 9), Am Eichberg 1, in Wernigerode besucht werden. Die Tafeln sind selbsterklärend und benötigen weder eine Einführung noch spezielles Vorwissen. Schulklassen sind jederzeit herzlich willkommen, es wird um Anmeldung bei Cornelius Hupe vom Dezernat Kommunikation und Marketing unter Tel.: 03943 659 835 oder per E-Mail: chupe@hs-harz.de gebeten. |
5. November 2010 |
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